Seeigel

 

Auszug

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Eigenschaften von versteinerten Seeigeln
Versteinerte Seeigel weisen häufig entstehungsbedingt die Gestalt von halbierten Feuersteinknollen auf. Auf der hochgewölbten Oberfläche ist bei gut erhaltenen Exemplaren die Prägung des fossilen Seeigels zu erkennen. Charakteristisch sind strahlenförmige Zeichnungen, die zentral von der Mitte des Fossils ausgehen. An der Unterseite von Seeigelsteinkernen finden sich ebenfalls Abdrücke. Abhängig vom Grad der Verwitterung ist mitunter noch die kalkweiße Schale des ursprünglichen Seeigelgerüsts erkennbar. SeeigelBei sehr gut fossilisierten Seeigeln sind zudem spitze, kleine Stacheln erhalten. Die eigentlichen langen Stacheln von Seeigeln sind bei Fossilien nicht vorhanden, da diese mit Gewebe verbunden waren, was infolge des Ablebens der Seeigel zersetzt wurde. Abgesehen von Seeigeln, die aus Feuerstein aufgebaut sind, existieren auch solche, die nur aus Kalk bestehen.

Die Größe von versteinerten Seeigeln variiert, gefunden wurden bis zu 15 cm große Exemplare.
Die Farbe des Fossils kann grau oder braun mit weißen Kalkumrissen des Seeigels oder weiß bis grau sein.

Seeigel Entstehung und Verbreitung von versteinerten Seeigeln
Mit dem Ende der Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren kam es zu einem Massensterben der damals lebenden Organismen. Der Grund: der Einschlag eines Meteoriten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan. Davon waren auch Seeigel betroffen, die nach dem Tod auf den Meeresgrund sanken und von Sedimenten überdeckt wurden. In den Sedimenten turbulierende kieselsäurehaltige Lösungen kristallisierten über die Jahre hinweg zu Feuersteinen aus und füllten die Schalenreste der Seeigel. Von einigen Seeigeln sind ausschließlich die Schalenreste erhalten, zu finden in Kreidesteinen. Der weiße, kreidige Abdruck der Seeigelschalen ist umso ausgeprägter, desto eher dieser vor der Auflösung im Meerwasser und Brandung geschützt wird.
Fundorte von Seeigeln sind weit verbreitet, besonders häufige Vorkommen befinden sich an den Küsten von Nord- und Ostsee.

 

 

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